Geobiologie 2015

20.10.2015 Presseinformation der Pressestelle der Georg August Universität Göttingen:
Antibiotika-ähnliche Substanzen aus der Jura-Zeit
September 2015
Dinner unter Dinos

Juni 2015
Widerstandsfähiger Vorfahre



30. Juni 2015, 17 Uhr c.t.,
Treffen der OOL- Gruppe
,
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Theaterstraße 7, 37073 Göttingen


Previously unknown biogenic sink for methane deep discovered deep in granitic rock


17. 02. 2015 “Urzeitliche Farbstoffe”
16.02.2015 Presseinformation der Pressestelle der Georg August Universität Göttingen: Göttinger Geobiologe weist charakteristische Farbstoffe in fossilen und heutigen Seelilien nach
Zweite Nacht des Wissens in Göttingen
vom Samstag, den 17. Januar 2015 von 17 bis 24 Uhr.


Impressionen als Video
Fossil des Jahres 2015
Pfälzischer Merkur / Größter Tausendfüßer ist Fossil des Jahres 2015
scinexx.de / Das Wissensmagazin/Riesentausendfüßer ist Fossil des Jahres
nachrichten.de / Größter Tausendfüßer ist das Fossil des Jahres 2015
storyspots.com / Fossil des Jahres 2015 ist ein Riesentausendfüßer – Spiegel Online
Presseinformation der Pressestelle der Georg August Universität Göttingen: Karnivore Pflanzen aus dem Baltischen Bernsteinwald

Geobiologie 2014

09. November 2014
Projekt “Kunst an der Grenze” beendet

October, 16-18, 2014
Origin of life

12. Juli 2014 Neumarkter Nachrichten
“Forscher buddelten am Alten Kanal”

30. Juni 2014 Der Bote
“Forscher erschließen Gesteinsschichten”

25. Juni 2014
Neuer Einblick in Meeresablagerungen des Schwarzen Juras

11. Juni 2014 HNA
“Das ist ein Fenster ins Innere der Erde”

“Fossil des Jahres 2014

Göttinger Tageblatt 18.02.2014 Überreste einer Riesen-Seelilie sind “Fossil des Jahres 2014”

Extra Tip 16. 02. 2014 “Germanys next Top-Fossil”

Fossil des Jahres 2014/Pressemitteilung

15. 02. 2014 HNA Fossil des Jahres 2014

Geobiologie 2013

“Besuch aus Fernost in der Stadt Altdorf” (Joint Conference 2013)

Joint meeting PalGes PSC 2013 / Final Circular

Akademie heute 2013

Geobiologie 2012

Dezember 2012

Akademie heute 4/2012: “Auch ein Tsunami vor drei Milliarden Jahren hinterlässt Spuren”

05. 10. 2012

Göttinger Tageblatt: ”Der Klimawandel wird kommen”

17. 01. 2012

Göttinger Tageblatt: Urzeit-Algen:“Erstaunlich produktiv“

Geobiologie 2011

13. 12. 2011
Geobiologie Seminar:

Cui Luo: “Enigmatic pre-Ediacaran Megascopic Medusoid Fossils from Southern Liaodong Peninsula, North China: Metazoan or Not?”

25. 09. 2011

Herberhausen an der Sahara

22. 09. 2011
Röhrenwürmer und Kalksteinlandschaften an Methanquellen dienen Tiefseeraubtieren als Brutstätte


(pug) Natürliche Methanquellen auf dem Meeresboden waren bisher als Lebensraum für wenige hoch spezialisierte Überlebenskünstler bekannt. Jetzt konnten Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) gemeinsam mit Kollegen aus Österreich und den USA nachweisen, dass diese Methanquellen auch eine wichtige Rolle als „Kinderstube“ für Tiefseeraubfische und damit für die Biodiversität in der Tiefsee allgemein spielen. In der Umgebung von Methanquellen im Mittelmeer und im Ost-Pazifik entdeckten die Forscher tausende Eikapseln von Tiefseehaien und -rochen. Zudem fanden sie Versteinerungen solcher Eikapseln an einer 35 Millionen Jahre alten Methanquelle im Westen der USA. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Marine Ecology Progress Series veröffentlicht.

Röhrenwürmer, riesige Bakterienkolonien, große weiße Muscheln und skurrile Karbonatlandschaften – die Lebensgemeinschaften an natürlichen Methanquellen in der Tiefsee sind einzigartig. Die Erklärung der Wissenschaftler für ihre Funde: Hai- und Rochenarten, die Eier legen, befestigen ihre Eikapseln gerne an festen Strukturen, an denen sauerstoffreiches Wasser entlang strömt, wie zum Beispiel an Korallen oder an senkrechten Felshängen. Der Tiefseeboden besteht aber größtenteils aus feinem Schlamm, feste Strukturen sind hier selten. „Daher ist es nicht überraschend, dass die Tiere auch Röhrenwurm-Dickichte und Kalksteinauswüchse an Methanquellen als Schutz für den Nachwuchs nutzen“, so die Forscher. Untersuchungen mit einem Videoschlitten auf dem Meeresboden vor Chile zeigten in 700 Metern Tiefe mehrere Generationen riesiger Eikapseln von Tiefseerochen, die zwischen Röhrenwürmern und Kalksteinblöcken abgelegt waren. Die Wissenschaftler filmten sogar ein trächtiges Rochenweibchen. Im Mittelmeer stießen die Forscher auf Eikapseln, die sie eindeutig Katzenhaien zuordnen konnten.

Von Katzenhaien stammen auch Eikapseln, die Untersuchungen unter der Leitung des Paläontologen Dr. Steffen Kiel von der Universität Göttingen im US-Bundesstaat Washington zutage brachten. In diesem Fall waren die Kapseln aber 35 Millionen Jahre alt und versteinert. Sie befanden sich zwischen ebenfalls versteinerten Röhrenwürmern an einer fossilen Methanquelle, die durch geologische Prozesse aus dem Meer gehoben wurde und an den südlichen Ausläufern der Olympic Mountains zugänglich ist. „Damit lässt sich das Brutverhalten dieser Tiere weit in die Erdgeschichte zurückverfolgen“, erläutert Dr. Kiel, der seit vielen Jahren die Evolutionsgeschichte von Tiefsee-Ökosystemen erforscht.

Die Entdeckung der Wissenschaftler ist allerdings auch mit Blick auf die Zukunft mariner Ökosysteme wichtig. Raubtiere sind für die Artenvielfalt von großer Bedeutung, weil sie in der Regel häufige Arten fressen und so Raum für seltenere Spezies schaffen, und Haie und Rochen gehören zu den wichtigsten Raubtieren in der Tiefsee. „Die große geografische Distanz zwischen unseren Funden und ihre lange Fossilgeschichte lassen vermuten, dass Tiefseehaie und andere Raubfische auch Methanquellen in anderen Teilen der Ozeane als Kinderstube nutzen“, sagt Prof. Dr. Tina Treude vom IFM-GEOMAR. Durch Schleppnetzfischerei, bei der riesige Netze mit hoher Geschwindigkeit über den Meeresgrund gezogen werden, werden diese Ökosysteme beschädigt und in ihrer Funktion als mögliche Kinderstube für Raubfische gestört. „Mit unserer Arbeit unterstützen wir Bestrebungen, solche Methanquellen als internationale Reservate auszuweisen und unter Schutz zu stellen“, so Prof. Treude.

Originalveröffentlichung: Tina Treude et al. Elasmobranch egg capsules associated with modern and ancient cold seeps: a nursery for marine deep-water predators. Marine Ecology Progress Series Vol. 437, 175-181. Doi: 10.3354/meps09305.


21. 09. 2011
Prof. Dr. Joachim Reitner hält Vorlesung – Zusammenarbeit in Forschung und Lehre ausbauen


(pug) Der Göttinger Geobiologe Prof. Dr. Joachim Reitner wird am 8. Oktober 2011 in einer feierlichen Zeremonie in China mit einer Gastprofessur der Universität Nanjing ausgezeichnet. In den kommenden drei Jahren wird er für jeweils zwei Monate an der Partnerhochschule der Universität Göttingen lehren und forschen. Im Rahmen des „Overseas Famous Scholars Program“ stellt das chinesische Bildungsministerium dafür insgesamt knapp 70.000 Euro zur Verfügung. Seine erste Vorlesung als Gastprofessor hält Prof. Reitner vom 8. bis 13. Oktober. Im Fachgebiet Geobiologie wird er gemeinsam mit Göttinger Kollegen insbesondere die Bedeutung von Stoffwechselprozessen bei der Entstehung von Karbonaten, der sogenannten Biomineralisation, die Bedeutung von Methanquellen im Meeresboden für evolutionäre Prozesse und die frühe erdgeschichtliche Entwicklung der Tiere vorstellen.

Seit mehr als zwölf Jahren bestehen Kontakte von Göttinger Geowissenschaftlern zu Kollegen der Universität Nanjing und des Nanjing Institute of Geology and Palaeontology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Am 29. September 2011 treffen sich Prof. Reitner, Privatdozent Dr. Gernot Arp und Dr. Martin Blumenberg vom Geowissenschaftlichen Zentrum Göttingen mit den chinesischen Kollegen, um über die weitere Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Museumsarbeit zu beraten. Es schließen sich mehrtägige Forschungsarbeiten im Gelände in den chinesischen Provinzen Anhui und Yichang an.

Joachim Reitner wurde 1994 auf eine Professur für Paläontologie der Universität Göttingen berufen. An der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie leitet er die Abteilung Geobiologie und ist Direktor von Museum, Sammlungen und Geopark. Darüber hinaus ist er Koordinator des Courant Forschungszentrums Geobiologie, das aus Mitteln der Exzellenzinitiative aufgebaut wurde. Im Jahr 1996 wurde Prof. Reitner mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

August 2011
Göttinger Geowissenschaftler untersuchen geologische Geschichte des Methanumsatzes in der zentralen Ostsee


Gemeinsam mit Warnemünder Forschern vom Institut für Ostseeforschung (IOW) waren Anfang August Dr. Martin Blumenberg und Christine Berndmeyer vom Geowissenschaftlichen Zentrum der Georg-August-Universität Göttingen auf Expedition in der zentralen Ostsee. Im Rahmen einer Ausfahrt mit dem IOW-Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ wurden hier erste Untersuchungen zu Konzentrationen und Umsätzen des klimarelevanten Gases Methan in den tiefen Becken der Ostsee durchgeführt und Proben für weitergehende Untersuchungen gesammelt. Hauptuntersuchungsgebiete des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes sind das Gotland- und Landsort-Becken. Letzteres beinhaltet mit etwa 430 m, den tiefsten Punkt in der Ostsee. „Erste Daten weisen hohe Methangehalte speziell unterhalb von etwa 100 m Wassertiefe auf in Bereichen, in denen Sauerstoff nicht mehr vorhanden ist,„ sagt Dr. Oliver Schmale vom IOW und Dr. Martin Blumenberg aus Göttingen fügt hinzu, dass „mikrobielle Prozesse, die speziell in der Grenzschicht zu methanangereicherten und sauerstoffhaltigen Bereichen darüber stattfinden, wohl von besonderer Bedeutung für den Methanumsatz sind.“. Durch die Göttinger Forscher wurden im Rahmen dieser Expedition aus verschiedenen Wassertiefen Proben gewonnen, die im organisch-geochemischen Labor auf sogenannte Biomarker massenspektrometrisch untersucht werden. Die Zusammensetzung dieser Zellreste und deren Kohlenstoffisotopensignatur lassen dann Rückschlüsse auf die dominierenden methankonsumierenden Mikroorganismen zu. Gleichzeitig werden in Warnemünde mikrobiologische Daten gewonnen, die ein Gesamtbild des mikrobiellen Filters in der zentralen Ostsee liefern sollen. Spannend für die Forscher ist dort besonders die von ähnlich methanreichen ozeanischen Gebieten abweichende brackige Situation in der Ostsee, da diese wahrscheinlich das Wachstum besonderer Bakterien fördert. Deren Existenz auf der Erde ist zwar bekannt, aber die Relevanz in der Natur völlig unklar. Ein weiterer Schwerpunkt für die Göttinger Geowissenschaftler werden Biomarkeruntersuchungen an Sedimentkernen sein, um auch die Geschichte dieser Prozesse, seit Entstehung der Ostsee nach der letzten Eiszeit vor gut 10.000 Jahren, besser verstehen zu können.

Göttinger Geowissenschaftler untersuchen geologische Geschichte des Methanumsatzes in der zentralen Ostsee
Gemeinsam mit Warnemünder Forschern vom Institut für Ostseeforschung (IOW) waren Anfang August Dr. Martin Blumenberg und Christine Berndmeyer vom Geowissenschaftlichen Zentrum der Georg-August-Universität Göttingen auf Expedition in der zentralen Ostsee. Im Rahmen einer Ausfahrt mit dem IOW-Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ wurden hier erste Untersuchungen zu Konzentrationen und Umsätzen des klimarelevanten Gases Methan in den tiefen Becken der Ostsee durchgeführt und Proben für weitergehende Untersuchungen gesammelt. Hauptuntersuchungsgebiete des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes sind das Gotland- und Landsort-Becken. Letzteres beinhaltet mit etwa 430 m, den tiefsten Punkt in der Ostsee. „Erste Daten weisen hohe Methangehalte speziell unterhalb von etwa 100 m Wassertiefe auf, in Bereichen in denen Sauerstoff nicht mehr vorhanden ist“ sagt Dr. Oliver Schmale vom IOW und Dr. Martin Blumenberg aus Göttingen fügt hinzu, dass „mikrobielle Prozesse, die speziell in der Grenzschicht zu methanabreicherten und sauerstoffhaltigen Bereichen darüber stattfinden, wohl von besonderer Bedeutung für den Methanumsatz sind.“ Durch die Göttinger Forscher wurden im Rahmen dieser Expedition aus verschiedenen Wassertiefen Proben gewonnen, die im organisch-geochemischen Labor auf sogenannten Biomarker hin massenspektrometrisch untersucht werden. Die Zusammensetzung dieser Zellreste und deren Kohlenstoffisotopensignatur lassen dann Rückschlüsse auf die dominierenden methankonsumierenden Mikroorganismen zu. Gleichzeitig werden in Warnemünde mikrobiologische Daten gewonnen, die ein Gesamtbild des mikrobiellen Filters in der zentralen Ostsee liefern sollen. Spannend für die Forscher ist dort besonders die von ähnlich methanreichen ozeanischen Gebieten abweichende brackische Situation in der Ostsee, da diese wahrscheinlich das Wachstum besonderer Bakterien fördert. Deren Existenz auf der Erde ist zwar bekannt, aber die Relevanz in der Natur völlig unklar. Ein weiterer Schwerpunkt für die Göttinger Geowissenschaftler werden Biomarkeruntersuchungen an Sedimentkernen sein, um auch die Geschichte dieser Prozesse seit Entstehung der Ostsee nach der letzten Eiszeit vor gut 10.000 Jahren besser verstehen zu können.

Göttinger Geowissenschaftler Dr. Martin Blumenberg und Christine Berndmeyer bei der Beprobung eines Sedimentkernes aus dem Gotland-Tief der Ostsee

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2011

Fenster in die geologische Vergangenheit: Salzseen auf dem Kiritimati Atoll

2011

FORSCHERIN des JAHRES, Preisverleihung in Schweden an Frau Dr. Christine Heim...


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27. November 2013 Älteste Gliederfüßer im Bernstein entdeckt

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Vortragsreihe
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“Molecular palaeobiology — novel approaches to ancient animals”
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“Searching for the earliest signs of life on Earth”
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“The Brotherhood of the Wolf: Symbionts Provide Antimicrobial Combination Prophylaxis to Beewolf Wasps”
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“Paleobiology of Canadian amber: Campanian to Eocene deposits”
Newsletter spring 2012

Geobiologie/Courant Centre 2011


08. 12.2011
“CRC Geobiology Lecture Series”
“Biomineralization: from Chemical Nano-Structure to Engineering Crystal Growth and Environmental Remedation of 90 Sr”

Pilz und Baum: Indischer Bernstein konserviert 52 Millionen Jahre alte Symbiose

Presseinformation/Pressestelle

13. 11. 2011


Wenn Bernstein erzählt

12. 11. 2011


Seltener Fund in uraltem Bernstein

05. 11. 2011


Expedition zum Bernstein Neuseelands

Georg-August-Universität Göttingen,
Geowissenschaftliches Zentrum, GZG

Sekretariat

Abt. Geobiologie
Goldschmidtstr. 3
37077 Göttingen
Deutschland
Tel: ++49-(0)551-39 7951
Fax: ++49(0)551-39 7918
E-mail:sekretariat.geobiologie@geo.uni-goettingen.de

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