Geomikrobiologie

Seit etwa 3,8 Milliarden Jahren wird die Erde durch Leben und dessen Wechselwirkungen mit nicht lebender Materie beeinflußt wenn nicht sogar zu dem gemacht, was ihre heutige Erscheinung ausmacht.

Die Geomikrobiologie ist eine Disziplin, die nah verwandt ist zur mikrobiellen Ökologie, Umweltmikrobiologie, angewandten Mikrobiologie und auch zur Astrobiologie, wobei jedes Fach seinen eigenen Schwerpunkt aufweist.

Die gegenwärtige Wissenschaft untersucht eine Vielzahl photoautotropher, lithoautotropher, chemolitho- und chemoorganotropher Bakterien hinsichtlich ihres Potentials Minerale zu verändern, aufzulösen, zu akkumulieren oder zu bilden.

Unsere Arbeitsgruppe untersucht sowohl fossile Reste vergangener Zeiten als auch lebende Bakterien z.B. der marinen und kontinentalen tiefen Biosphäre, aus Karbonat- buildups an Methan-Quellen oder als Symbionten mariner Schwämme.

Wir analysieren mikrobielle Lebensgemeinschaften mit DNS-Sonden (sog. Gensonden), die über Fluoreszenzmarkierungen und mikroskopische Auswerteverfahren ein spezifisches Erkennen von einzelnen Bakterienzellen in natürlichen Standorten aus möglichst ungestörten Proben ermöglichen. Darüber hinaus wird die Diversität, Struktur und Funktion natürlicher mikrobieller Lebensgemeinschaften unterschiedlicher Habitate mit weiteren molekularbiologischen Methoden, wie z.B. der denaturierenden Gradienten-Gelelektrophorese (DGGE), vergleichende Sequenzanalyse untersucht, aber auch mit klassisch mikrobiologischen und physiologischen Techniken.

Kontakt:

Prof. Dr. Joachim Reitner
PD Dr. Gernot Arp

Zurück zur Übersicht Zurück zur Übersicht
für mehr Information bitte auf die Einzelbilder klicken!
example6
example6
example6