Kontinentale Geobiologie-Ökosysteme

Seen zeigen ein weites Spektrum hinsichtlich ihrer Hydrochemie und der damit verbundenen Lebensgemeinschaften. Die Bandbreite reicht dabei von kochenden Säureseen von Vulkankratern über kalziumreiche Süßwasserseen von Karstgebieten bis hin zu extrem alkalischen Soda- und Playaseen arider Gebiete. Diese Seen bilden damit potentielle Modellozeane für vergangene Zeiten der Erdgeschichte, in denen sich Atmosphäre und chemische Zusammensetzung der Meere grundsätzlich von heute unterschieden.

Der Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf der mikrofaziellen, geomikrobiologischen, geochemischen und paläontologischen Analyse karbonatischer Seesysteme. Diese umfassen sowohl heutige Salz- und Sodaseen (u.a. in Nevada, Indonesien, Kiritimati) als auch deren fossile Gegenstücke (u.a. miozäner Rieskratersee, mesozoische Süß- bis Salzwasserseen). Insbesondere die kombinierte Untersuchung von Sedimentstrukturen, Spurenelementen, Isotopen (13C, 18O, 87Sr/86Sr) und Organismen (z.B. Prokaryoten, Kalkalgen, Ostrakoden, Palynomorpha) im Rezenten wie im Fossilen führt hier zu neuen Erkenntnissen bezüglich des biologischen Einflusses auf das System Erde.

Kontakt:

Prof Dr. Gernot Arp

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